Es ist Oktober und je bunter die Blätter und je kühler und nebliger die Morgen werden, umso mehr wird mir bewusst, wie sehr ich diesen Monat mag. Es klingt verrückt, nachdem ich erst vor Kurzem hier auf dem Blog eine Hymne auf den Sommer gesungen habe. Zumal dieser Oktober ja auch derzeit eher kalt und grau und gar nicht golden daherkommt. Die Kinder tragen schon Strumpfhosen und Handschuhe (ich im übrigen auch). Das klingt jetzt nicht so doll, aber trotzdem ertappe ich mich die Tage immer wieder, dass ich mich total wohl fühle. Ich habe ein bisschen drüber nachgedacht, woran das liegen könnte.
Das Geheimnis: Der Herbst ist eine Jahreszeit zum Runterkommen
Und bin drauf gekommen, dass es wohl damit zusammenhängt, dass man im Herbst diesen Druck nicht mehr hat, den man im Sommer ständig verspürt. Den Druck, dringend was Tolles aus den Tagen machen zu müssen, die dann doch immer zu kurz sind. Jeden Sonnentag nutzen, es könnte ja der letzte sein, immer ins Schwimmbad, auf den Spielplatz, raus ins Grüne.
Das ist jetzt weg. Komplett. Im Gegenteil: Jetzt ist es okay, einfach mal einen Nachmittag mit den Kindern zuhause herumzulümmeln, einen Tee zu machen, den Regentropfen zuzusehen, die ans Fenster klatschen und ganz einfach mal einen Gang herunterzuschalten. Und deswegen sind meine 12 von 12 vom 12. Oktober 2016 eben genau das. Entspannt. Ein Tag mitten in der Woche mitten in einem Monat, der tatsächlich so etwas wie ein Lieblingsmonat sein könnte.
- Als ich dran denke, dass ja der 12. ist und ich Fotos machen sollte, ist die Tasse leider schon leer.
- Herbst in der Vase – ich mag die Farben der Hagebutten!
- Dann auf ins Büro. Ist ja praktischerweise nur vier Häuser weiter.
- Da gibt’s dann nochmal einen Zweitkaffee. Aber sorry, den hab ich versehentlich auch zu schnell ausgetrunken. Heute ist der Tag der leeren Espressotasse :)
- Mittag. Die Sonne kommt raus und ich kann auf dem Balkon Lunch machen. Hurra! Unser Gerüst ist netterweise nach 6 Monaten auch endlich abgebaut (bevor ein neues kommt … aber jetzt genieße ich erstmal die Sonne)
- Nachmittags geht’s mit beiden Kindern zum Friseur. Die Madame ist schon ein alter Hase.
- Für den Bub ist es aber das erste Mal und er macht das super.
- Münchner Street Art. Oder eine bayrisch-japanische Fusion.
- Und das ist die Straße dazu. Ich musste kurz stoppen, weil ich das Licht in dem Moment so toll fand. So leer kann es im Münchner Glockenbachviertel sein – kaum zu glauben ;-)
- Auf dem Rückweg stoppen wir noch bei einem meiner Lieblingsläden – dem Auryn in der Reichenbachstraße. Denn die Kinder brauchen dringend Handschuhe, wo es ja jetzt so kalt geworden ist. Die alten sind irgendwie alle verschwunden – so ist das, wenn man zwei Wohnsitze hat. Wenn man was dringend braucht, kann man sich sicher sein, dass es grade in der anderen Wohnung rumliegt.
- Zurück zuhause wird nochmal gearbeitet … und ich kann nicht widerstehen, ich muss da einfach reingreifen. Immerhin: Ist mit Kokosblütenzucker und daher auch so ein bisschen eine „gute Schoki“ rede ich mir jetzt mal ein. Ach, was: Nervennahrung muss sein! Die sind auch wirklich lecker.
- In der Zwischenzeit sind die Kids in Omas Kreativwerkstatt eingetaucht. Meine Schwiegermutter ist nämlich zu Besuch und macht Kinderprogramm während ich arbeite.
Das war er, der 12. Oktober 2016. Und weil ich so viel gearbeitet habe und dann abends echt keine Lust mehr hatte, mich noch einmal an den Rechner zu setzen, war ich so frei, sie erst am 13. zu veröffentlichen. Habt noch eine gute Woche und vielen Dank fürs Reinschauen! Mehr schöne Bilder aus dem Blogger-Universum gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen.
PS Katha, solltest du das lesen: Ich wäre natürlich auch wahnsinnig gerne zum Kindergeburtstag gekommen. Aber wie das so ist mit dem „Wollen“ und dem „Müssen“ … Ich hoffe, ihr hattet einen tollen Tag und wir holen das ganz bald nach! ♥